dibtych.de

+49 (0)30 8961 97 92

Artiger Freitag vom 29.01.2010

Der Artige Freitag hatte eine ganze Weile große Aussetzer. Ich hoffe ich bekomme ihn nun wieder etwas regelmäßiger hin ;) . Diese Skizze entstand am 23.01.2001. Um sie zu erstellen benötigte ich ca. 15 Minuten.

Arbeitsplatzgestaltung

Über die Zeit nimmt mein Büro langsam Formen an. Auch an Dekoration darf es nicht fehlen. So zum Beispiel das kleine Bücherregal mit Dämonenschädel. Hier im Bild:

Die Reise zum Saturn Teil 3

Nach dieser Aktion hatte endlich alles funktioniert. Ich konnte meine Daten sichern und Windows 7 auf meinem Rechner installieren. Alles verlief problemlos. Bis mich ein leichtes Hungergefühl überkam. Ein Lieferservice musste her und dafür musste wiederum Bargeld her. Deshalb führte mich meine Reise zur nächstgelegenen Bank. Vor dem Geldautomaten blickte ich in mein Portemonnaie. Dort wo meine Karte liegen müsste: Gähnende Leere. Auch in allen anderen Fächern und in Meinen Mantel oder Hosentaschen ein aufdringliches Nichts.

Was war passiert? Hat ein gewitzter Dieb mir die Karte gestohlen? Hatte ich sie zuhause liegen lassen? Mit den Einkäufen von Gestern vielleicht? Ein Anruf bei meiner Freundin brachte die düstere Gewissheit: die Karte bleibt vorerst verschwunden und mein Magen leer.

Mit leeren Magen kann man sich aber bekannter maßen am besten konzentrieren und so ging ich den ganzen gestrigen Tag noch einmal durch und da viel mir wieder diese Szene ein:

Das Umtauschen verlief auch soweit problemlos. Jedoch ertönte beim verlassen der Kasse einer dieser netten schrillen Piepstöne, die potentielle Diebe enttarnt. Meine Verwirrung war groß und ich wurde quasi noch beim Bezahlprozess von einem Sicherheitsbeamten aufgegriffen, der mich aufforderte mitzukommen.

Und meine EC-Karte? Nun die hat der Sicherheitsbeamte nicht gebeten mitzukommen. Und ich hab wohl in der Verwirrung nicht dran Gedacht. Zu groß war meine Erfurcht von einen Sicherheitsbeamten aufgegriffen zu werden. Ein Anruf beim Saturn bestätigte das auch. Also führte meine Reise ein weiteres Mal in den Saturn. Diesmal ohne Elektrogeräte. Ich war sehr angepisst und um keine Probleme mit der Sicherheitsschranke zu bekommen wär ich fast sogar nackt gegangen.

Und so schließt sich dieses Kapittel meines Lebens.

Vorerst.

Denn bei normalen Leuten endet eine Odyssee hier. Mein Leben bleibt aber spannend.

Die Reise zum Saturn Teil 2

Wie gesagt. Normalerweise wäre das Abführen durch einen Sicherheitsbeamten und das damit verbundene Zählen des Lagerbestandes genug Aufregung für einen Tag. Nicht jedoch, hier:

Im Büro angekommen wollte ich sofort anfangen Windows 7 zu installieren. Dafür nahm ich die soeben gekaufte Festplatte her, schloss sie an meinen Laptop an und… nichts. Kein Lämpchen das Leuchtet, kein Datenträger im System. Die Festplatte war tot. Auch Versuche an anderen Rechnern, ja sogar an anderen Betriebssystemen wollten das Speichermedium nicht zum Leben erwecken. “Lebe! So lebe doch endlich!” Es half nichts. Trotz alle Bemühungen manifestierte sich in mir die Gewissheit noch einmal in den Saturn zu gehen. Da ich diesen Gang so schnell wie möglich hinter mir haben wollte beschloss ich mich noch am gleichen Abend auf den Weg zu machen. Bedingt durch die vorangegangenen Erlebnisse beschloss ich die Windows 7 Upgrade DVD vorsorglich einen Freund anzuvertrauen – mit der Bitte sie mir nach den Besuch im Saturn wieder auszuhändigen. Man möchte ja nicht nochmal durch diesen schrillen Piepton mit den Sicherheitsbeamten in Kontakt kommen.

Im Saturn angekommen ging ich den schon Bekannten Weg: Ich sprach an der Information vor, diese gab mir einen Laufschein und schickte mich in den 3. Stock. Dort angekommen sprach ich wiederum eine Servicekraft aus der Abteilung an, die mir auch promt anbot die defekte mit einer Baugleichen umzutauschen. Ich willigte diesem Vorhaben unter der Prämisse ein, dass die neue Festplatte vorab im Geschäft auf ihre Funktion getestet wird. Die Servicekraft willigte ebenfalls ein und schnitt auch prompt eine der Plastikverpackungen auf um die Festplatte an einen Rechner anzuschließen. Sie funktionierte. Die Servicekraft steckte die Festplatte wieder in die Plastikverpackung und machte mir einen Vermerk auf meiner Quittung. Ich solle nun wieder zum Informationsschalter im EG gehen. Dort angekommen zeigte ich die Quittung vor- Im Computer wurden noch ein paar Eintragungen vorgenommen und ich wurde losgeschickt. Auf die Frage, ob ich jetzt einfach durch die Sicherheitsschranke gehen kann antwortete die nette Dame an der Information mit einen freundlichen “Aber selbstverständlich.”

Also gut. Ich zögerte etwas, drehte mich in Richtung Ausgang und setzte einen Schritt vor den Anderen. Nur wenige Meter und ich wär endgültig draußen – Freiheit. Noch zwei Schritte. Die Anspannung steigt ins Unermessliche. Mein Herz rast. Jetzt stehe ich in einer Linie mit der Sicherheitsschranke. Ich kann die Suchenden strahlen der Lichtschranke förmlich schmecken. Aus den Hintergrund höre ich ein “Wird’s jetzt langsam? Det jibt  och noch andere Leute die hier wieder raus wollen!” Es war die Dame vom Informationsschalter. Ich nehme sie kaum noch war. Schweiß tropft mir von der Stirn. Ich kneife die Augen zusammen und wage den finalen Schritt.

PIEP PIEP PIEP

Das wovor ich Angst hatte ist eingetreten: Die Informationsdame hat die Festplatte nicht über den magnetischen Teil des Tisches gezogen. Ein Sicherheitsbeamter schreitet auf mich zu. Es ist der selbe wie vorhin. Eine Welt bricht in mir zusammen. “Na dich kenn ick doch noch!?” Bemerkte er. Ich schaute zu ihn auf und gab ein leises “Ja” von mir. Ich hatte die nicht unbegründete Befürchtung, dass alles jetzt noch schlimmer kommt als vorher. Schließlich ist es etwas auffällig, wenn man zweimal an Tag wegen einer Festplatte an den selben Sicherheitsbeamten gerät.

Er jedoch meinte zu meiner Erleichterung: “Ick hab dir schon von Weitem beobachtet. Des passt schon. Ick muss nur die Platte nochmal über det Magnetband ziehen und du zeigst mir kurz den Kassenzettel.”

Damit hatte es sich dann auch. Das absurde dabei ist, dass ich in diesem Fall wirklich eine Festplatte hätte klauen können, denn die Verpackung wurde ja von den Typen aus den dritten Stock geöffnet und ich hätte einfach die Festplatte aus der Verpackung nehmen, die Verpackung irgendwo im Laden verstecken und mir eine neu verpackte mitnehmen können. Ich ging aus den Saturn raus und draußen stockte ich kurz. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf: Was ist, wenn durch das ziehen über das Magnetband die Festplatte so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass das der Grund dafür ist, das die letzte Festplatte nicht funktioniert?

Ich beschloss also sofort umzukehren, bevor ich wieder einen weiteren Weg wegen einem defekten Teil zurücklegen müsste. Ich Stellte mich neben den Sicherheitsbeamten und packte mein Laptop aus. Ich erklärte ihn meinen Gedankengang und er willigte ein das kurz zu testen. Die Festplatte lief. Immer noch. Glück gehabt. Ich ging nach Hause. Glücklich. Vorerst.

Denn bei normalen Leuten endet diese Odyssee hier. nicht aber bei mir. Wie es weiter geht, erfahrt ihr demnächst.

Die Reise zum Saturn Teil 1

(Foto via Flickr)

Ihr kennt diese Tage, an denen nichts so recht funktionieren will? An denen man sich schon morgens schon aus dem Bett schleppt und sich wünscht, dass der Tag vorbei ist? Nun, ich muss zugeben solche Tage sind bei mir recht selten, dennoch ist mir solch ein Tag erst diese Woche widerfahren. Und noch schlimmer: Er hat sich in seinem eigenen Verlauf in eine art kosmologischem Slapstick verwandelt – zu meinen Kosten. Jedoch fange ich am besten von Vorne an:

Ich stehe also auf – todmüde. Die Nacht hat meiner Meinung nach nichts gebracht. Generell finde ich ja, das Schlafen uns so langsam mal Evolutiontechnisch abgewöhnt werden könnte. Also ich meine nicht, dass man nicht mehr Schlafen soll, sondern Schlafen als Notwendigkeit entfällt. Schlafen, nicht mehr weil man muss, sondern weil man mal Bock drauf hat – so als Hobby. Egal. Ich schweife ab. Also: nach einem kurzen Blick in den Spiegel, einer schnellen Tasse Kaffee und einem beherzten biss ins Brötchen ging es auch schon raus ins kalte, verschneite Berlin. In der Agentur angekommen schoss mir dann wieder die Wahnwitzige Idee ins Gedächtnis, dass ich mein Windows-System updaten wollte. Zum Updaten gehört natürlich auch eine Anständige Sicherheitskopie. Somit schmiedete einen gut durchdachten Plan: Ich fahre zum Saturn, hole mir dort eine externe Festplatte um meine Daten zu sichern und Windows 7. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass das Universum alles erdenkliche tun wird um mich daran zu hindern. Nichtsahnend fuhr ich also zum Saturn am Alexanderplatz.

Dort kaufte ich vorschriftsmäßig eine 500GB 2,5″ Festplatte und eine Updateversion von Windows 7. Bis hier her keine Probleme. Ich fuhr mit der S-Bahn in die Friedrichsstraße um mich dort mit der U6 weiter Richtung Arbeit transportieren zu lassen. Da ich auf die U-Bahn noch 6 Minuten warten musste, bemusterte ich kurz, was sich dort alles in meiner Saturntüte befindet. Und das war gut! Denn bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass die Updateversion von Windows keine von Vista auf 7 Home Professional sondern eine von 7 Home Basic auf 7 Home Professional war. Das diese Version mit meinem Vista-Rechner nicht vereinbar war erklärt sich hoffentlich von selbst. Also bin ich direkt wieder zurück zum Saturn um diesen Fehler zu beheben. Dort angekommen spreche ich also erst einmal an der Information vor. Ich erkläre der netten Dame, dass ich eine falsche Version von Windows erworben habe und sie leitete mich weiter an einen Kollegen im 3. Stock. Sie gab mir auch noch einen Laufzettel mit. An die Festplatte, die ich in der Tasche aufbewahrte hatte ich allerdings nicht mehr gedacht. Das Umtauschen verlief auch soweit problemlos. Jedoch ertönte beim verlassen der Kasse einer dieser netten schrillen Piepstöne, die potentielle Diebe enttarnt. Meine Verwirrung war groß und ich wurde quasi noch beim Bezahlprozess von einem Sicherheitsbeamten aufgegriffen, der mich aufforderte mitzukommen. Der Code auf der Verpackung der Festplatte – so wurde mir im Nachhinein erklärt – hatte sich wohl beim Betreten des Geschäftes wieder aufgeladen. Und trotz Kaufbeleg und wiederholtem Beteuern, dass ich doch nur die Windows Version umtauschen wollte, wurde ich vom Sicherheitsbeamten wieder in den dritten Stock geführt. Diesmal um die Anzahl der Festplatten zu überprüfen. 90 Stück – 15 davon in der Auslage, der Rest im “Lager™” und im “hinterem Lager™”. man kann meine Begeisterung über diesem nicht unerheblichen Zeitaufwand einen Sicherheitsbeamten dabei zu zusehen, wie er 90 externe Festplatten zählt förmlich schmecken. Danach durfte ich dann gehen. Und bei einigen wäre die Geschichte hier zu ende, jedoch nicht, wenn das Universum gerade Slapstick auf der Speisekarte hat.

Die Fortsetzung erfahrt ihr morgen!