Dank Shortee vom Skizzenblog habe ich von den Programm odosketch erfahren. Odosketch erlaubt das kostenlose Erstellen von Skizzen über ein Flash-Interface online. Die dabei einsetzbaren Pinsel- und Stiftspitzen beschränken sich auf ein Minimum an Variationen und Farben. Vielleicht gerade durch diese Einschränkung hat man das Gefühl vor einem realen Stück Papier zu sitzen. Ich bin vollkommen fasziniert, wie leicht das Skizzieren in Odosketch von der Hand geht.

Trotz dem Umstand, dass ich häufig digital male, skizziere ich hauptsächlich immer noch analog. Das lag bisher daran, dass mir im Digitalen Medium entsprechende Programme zu umständlich für Skizzen sind oder zu viele Möglichkeiten Bieten. Man kann dem freien Gedankenlauf kaum richtigem Ausdruck schenken. Beim Arbeiten mit Adobe Photoshop beispielsweise ertappe ich mich selbst immer wieder, wie ich bevor ich eine Skizze zu ende erdacht habe, schon anfange einzelne Teile auszuarbeiten. Das führt dazu, dass die Skizzen nicht fertig werden und ich das Motiv nicht richtig eingefangen kann. Bei odosketch ist das verblüffend anders: Das Skizzieren und das Scribbeln fällt hier auf einmal sehr leicht. Dieser Umstand erklärt sich für mich daher, dass es eine eingeschränkte Werkzeugpalette gibt. Auch beim Scribbeln auf Papier bedient man sich nur wenigen verschiedenen Materialien und beschränkt sich dadurch auf das Wesentliche: nämlich ein Motiv auszuarbeiten. Bei odosketch hat man durch die verfügbaren Mittel gar nicht die Möglichkeit das Gemalte über eine Skizze oder ein Scribble hinausufern zu lassen.

Das Programm ist in jeden Fall eine Alternative zum Skizzenbuch, und ich werde es – zumindest für häusliche Skizzen – in Zukunft öfter einsetzen.

dibtych bei odesketch