Ich war heute mit meinem Sohn beim Martinstag. Es war lang, die Bockwurst war gut und der Herr Sohn durfte mit einer dicken Brezel nach Hause gehen – nicht unbeeindruckt vom riesigen Martinsfeuer, für das die örtliche Feuerwehr zuständig war. Aber warum wird dieses Feuer eigentlich gemacht? Damit die Feuerwehr auch mal ein Feuerchen verursachen darf? Ich habe mich etwas umgesehen, aber weder in der Überlieferung noch im Brauchtum ist etwas von einem Feuer zu lesen. Das mit den Lichtern und damit den Laternen erklärt sich noch daher.
Da Martins Leichnam in einer Lichterprozession mit einem Boot nach Tours überführt wurde[...]
Also liebe Leser, wer weiß Rat? Woher kommt das Martinsfeuer?
Drakurius:
hab dazu folgendes gefunden:
”
Wo man die Martinsfeuer noch abbrennt, wird das Feuer als Symbol verstanden: Es bringt Licht in das Dunkle, wie die gute Tat Martins das Erbarmen Gottes in die Dunkelheit der Gottesferne brachte.
Der Ursprung des Martinsfeuers wird in den Riten der germanischen Wintersonnwendfeier und des germanischen Erntedankfestes vermutet: Ein Freudenfeuer, wie es auch zu anderen Anlässen angezündet wurde, zugleich aber auch ein reinigendes Feuer, in dem das vergangene Jahr verbrannt wurde: Der Sommer wurde verbrannt! Das “Sommerverbrennen” sollte daran erinnern, dass ein Zeitabschnitt unwiederbringlich vergangen war. “
Marcus Meier:
Also wieder ein Haidnischer brauch mit einem Christlichen vermengt…
Aber ist der 11. Novembere nicht etwas spät um den Sommer zu verbrennen?
Michael:
Du hast einen Sohn? Ernsthaft? Tut mir leid dass das evtl. so geschockt klingt, aber das habe ich irgendwie nicht erwartet…
Marcus Meier:
@Michael: Nee ich leih’ mir den ab und zu mal aus, wenn es darum geht auf irgendwelchen Festzügen mitzugehen und Brezeln abzustauben!
Ich erwarte im April sogar mein zweites Kind!
Michael:
Faszinierend
Haette ich irgendwie gar nicht gedacht, aber so kann man sich irren. Und natuerlich herzlichen Glueckwunsch zum kommenden Kind!