Ich verspürte heute den spontanen Drang ein traditionelles Ost-Gericht aus meiner Jugend zu zubereiten. Die Rede ist von Toast Hawaii – einem Gericht, das sich trotz dem ständigen – der Staatsform der DDR bedingten – Mangel an Ananas fest in die kommunistischen Küchen gebrannt hat.
Dieses leckere Gericht habe ich übrigens dank eines Treffens mit dem Schauspieler Steffen Steglich im Village Voice in Berlin, wo es den leckersten Toast Hawaii gibt, den ich je gegessen habe (sry. Mama), erst vor kurzem wieder auf meine Speisekarte aufgenommen!
Was man Braucht:
Toastbrot- Schinken
- Ananas (In Scheiben [wenn das die Staatsform mal wieder nicht zulässt, genügen aber notfalls auch Stücke])
- Butter
- Käse (In Scheiben [wenn DAS die Staatsform mal wieder nicht zulässt, ist der Regierung auch nicht mehr zu helfen!])
Wie man’s macht:
Als erstes müsst ihr die Zutaten Formschön drapieren, dann nehmt ihr euch das Toastbrot, toastet es und legt es an eine noch freie Stelle:
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Danach bestreicht ihr den Toast dünn mit Butter (Margarine geht auch):
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Nun belegt ihr das ganze mit einer Scheibe Schinken:
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Nun darf die Ananasscheibe auf das Brot gelegt werden (vorher nicht vergessen die Dose zu öffnen!)
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Erfahrene Toast-Hawaiiler können in das Loch der Ananas noch einen Klecks Ketchup geben. das ist allerdings Geschmackssache und darf nicht übertrieben werden. Widmen wir uns nun dem Käse:
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Traditionell wird Gauda genommen. Die Massenindustrie bietet uns allerdings zahlreiche Alternativen. Ich habe mich entschlossen zwei verschiedene Sorten einer augenscheinlich sehr positiv eingestellten Marke. Das Resultat: schmeckt genau gleich. Prinzipiell gilt: “ös würd jejessen wos da is!” Also ist der Käse Egal.
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So bei 180°C wird dem Ganzen für 7-10 Minuten im vorgeheizten Ofen schön eingeheizt.
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Das fertige Ergebnis sieht so aus und ist sehr lecker!
Ganz mutige können jetzt noch sehr ausgefallenen Variationen ausprobieren. Zum Beispiel den Käse durch eine alte Sportsocke ersetzen oder die Dose mit den Ananas doch zu lassen. denkt immer daran: “ös würd jejessen wos da is!“
Viel Spaß beim nachmachen!
frank:
ich als erfahrener toast hawiiiiii esser empfehle eine prise paprika (solange es die aktuelle staasform zulässt
) jedoch würde ich zu maasdamer raten, einfach des geschmackes wegen, scheiß auf die tradition^^
Marcus Meier:
@frank: wie du an meiner antiken Einkaufsliste erkennen kannst habe ich auch eben diesen gekauft und keinen grottigen Gauda (der zu meiner verwunderung in der Regel viel teurer ist als der Maasdammer) Ich mag den nämlich auch lieber. Nur für die Foto-love-story hab ich die Sandwichscheiben aus den Regal gekramt
Romina:
du meisterkoch
Frank:
ok…dir sei verziehen
dann hat es sicherlich auch sehr sehr guz gemundet…und jaaaa.jetzt hab ich hunger….schon wieder!!!